[Rezension] Die Chroniken der Seelenfänger 4 – Glühendes Tor (Alexey Pehov)

Grandioser Lesespaß bis zur letzten Seite!

Die Chroniken der Seelenfänger sind nicht nur das absolute Highlight meines Lesejahres 2017! Sie haben auch „Die Chroniken von Siala“ vom Thron gestoßen, die seit 8 Jahren den Platz als meine absoluten Lieblingsromane eingenommen haben!

Dabei hielt sich meine Begeisterung zu Beginn des ersten Bandes eher in Grenzen. Statt eines durchgängigen Romanes fand ich mich mit einer Reihe von in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten wieder. Zwar folgte man in all diesen Geschichten den gleichen Protagonisten, doch eigentlich war es nicht das, was ich mir erwartet hatte von einem Roman. Generell bin ich kein Freund von Kurzgeschichten. Dennoch wollte ich der Sache eine Chance geben, nicht zuletzt weil Alexey Pehov mein Lieblingsautor ist, und damit einen gewissen Gunstbonus bei mir hat.

Und es hat sich gelohnt, denn gegen Ende des ersten Bandes wurde deutlich, dass sich über all diese Kurzgeschichten hinweg langsam ein umfassender Handlungsbogen zu erstrecken beginnt. Mit dem zweiten Band (der wie alle Bände dieser Reihe weiterhin im Kurzgeschichten-Stil geschrieben ist) nahm diese geschichtenübergreifende Handlung dann so richtig Fahrt auf, und spätestens da war ich total gefesselt. Band drei ließ mich aufs Finale fiebern – und enttäuschte mich damit, dass ich tatsächlich noch auf einen vierten Band warten musste, um zu erfahren wie das Große Ganze zuende geht.

Ein weiteres Mal hat es Pehov geschafft, mich völlig mit einer Story zu fesseln und mich in eine Welt hinein zu ziehen. Letztere wird besonders interessant durch die Mischung von erfundenen Fantasyelementen und altertümlicher europäischer Religion, Geschichte und Geografie.
Zudem ist ihm ein weiteres Mal gelungen Charaktere zu erschaffen, die man einfach mögen muss, mit denen man lachen und weinen möchte, und mit denen man einfach mitfiebert. Dabei sind einmal mehr die Nebencharaktere die eigentlichen Stars, möchte man doch innerhalb kürzester Zeit die schwarzseherische und ständig lamentierende lichte Seele Apostel und die zum Leben erwachte Vogelscheuche Scheuch nicht mehr missen! Die Wortgefechte zwischen Apostel und dem eigentlichen Protagonisten Ludwig sorgten für so manchen Lacher über der Lektüre.

Nachdem die Story zum Ende des ersten Romans an Fahrt gewann legte sie Schlag auf Schlag nach, und wurde tatsächlich zum Finale hin immer spannender – was ich zeitweise schon kaum mehr möglich hielt. Und erst auf den letzten Seiten fügten sich tatsächlich viele kleine Puzzleteile, verstreut über die vielen Kurzgeschichten, zu einem Gesamtbild zusammen. Das packende Finale war zudem ein sehr würdiges Ende für so manchen Aspekt der Geschichte, auch wenn mir schlussendlich tatsächlich die Augen feucht wurden.

Somit verabschiede ich mich von Ludwig, Apostel, Scheuch und den anderen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil sie mir viele wunderbare Lesemomente geschenkt haben, weinend weil ihre Geschichte nun zuende ist und ich ihnen nicht noch länger durch ihre Abenteuer folgen darf.

Fazit:

Bewertung: 5 von 5.

Eine absolute Leseempfehlung für jeden, der dem Fantasy-Genre zugeneigt ist! Meine neuen Lieblinge auf dem Bücherthron – was mehr kann man da also noch sagen?

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